In meiner Kindheit habe ich viel Schmerz, Trauer, Nichtgesehen- und Nichtgehört-Werden sowie Trennung erlebt. Schon früh habe ich mir meine eigene innere Welt erschaffen, die mir Sicherheit gab. Der Preis dafür war das Gefühl von grenzenlosem Alleinsein und das Gefühl von nicht hierher zu gehören.

In der Primarschulzeit entdeckte ich eine kleine Wasserquelle, die zu meiner Freundin wurde. Ihr vertraute ich all meinen Kummer an und bekam Antworten von ihr. Das Wasser der Quelle verehrte ich als heilig und trank davon.

Mit einem Bein war ich eigentlich immer in der jenseitigen Welt, in der geistigen Dimension zu Hause. Vielleicht deshalb, weil ich nach der Geburt dem Tode sehr nahe war. In einer Familienaufstellung habe ich dies als Nahtod-Erfahrung erlebt und diesen Seelenanteil wieder zu mir zurückgeholt.

Übersinnliche Wahrnehmungen waren für mich normal. So kann ich mich erinnern als ich 13 Jahre alt war, dass zwei Mädchen verschwunden waren und von der Polizei mehrere Wochen gesucht wurden. Ich sah detailliert, wo ihre leblosen Körper lagen. Kurz darauf wurden sie gefunden und der Fundort wurde genauso beschrieben wie ich es gesehen hatte.

Als junge Frau kam eine Zeit, in der ich mich meinen Gefühlen über immer mehr verschloss. Es war einfacher, den unerlösten Schmerz nicht zu spüren. Viele Jahre habe ich mit schulischem Lernen und Arbeiten verbracht und wurde sehr, sehr kopflastig. Ich war beruflich erfolgreich und mit 27 Jahren in einer Führungsposition. Als 30-jährige leitete ich einen Bereich, fuhr einen tollen Geschäftswagen, nahm an etlichen Apéros und Geschäftsessen teil…aber ich war nicht erfüllt und glücklich. Ich spielte eine Rolle, die ich gut beherrschte, aber ich war nicht mich selbst. Meine unterdrückten Gefühle drängten an die Oberfläche und ich stellte mir Fragen wie: „Wer bin ich? Was ist der Sinn meines Daseins? Wo ist mein Platz in diesem Leben?“

Nach dem Ende einer längeren Beziehung fing die Suche nach mir selbst oder nach meinem Selbst an. Es hat sich angefühlt wie aus einem Dornröschen-Schlaf zu erwachen. Ich wusste ganz genau, dass es jetzt um mich und meine innersten Bedürfnisse ging, denn diese kannte ich nicht wirklich.

Zuerst versuchte ich es drei Sitzungen lang bei einem Psychologen. Der fragte zu verschiedenen Themen immer: „Was fühlen Sie jetzt gerade dabei?“. Ich überlegte im Kopf, was ich nun antworten sollte, was er wohl hören wollte, denn ich spürte gar nichts und konnte meine Gefühle schon gar nicht verbalisieren. Es war wie eine Barriere zwischen Verstand und Herz.

Was mir anschliessend geholfen hat, war alles was mich in den Körper brachte und die intuitive Seite in mir ansprach. Sehr hilfreich waren auch Sitzungen bei medial begabten Menschen, die sich in mich einfühlen und beschreiben konnten, wie es in mir aussah. So kam langsam die Sprache zurück für meine Empfindungen und Gefühle, es kam das Körperbewusstsein zurück und in einem weiteren Schritt öffnete ich mich wieder für meine übersinnlichen Wahrnehmungen, die ich als Kind und Jugendliche so ausgeprägt hatte.

Ich habe mich jahrelang mit Astrologie (Geburtshoroskop) und Tarot beschäftigt, was mir half meine ungelebten Anteile zu sehen und zu integrieren. Ich habe viele Antworten auf meine Fragen erhalten und bin mit meinem inneren Wesen in Kontakt gekommen. Auch habe ich erkannt, welche Prägungen und Muster mein wahres Inneres überdeckten.

Das Interesse an ganzheitlicher Heilung wurde immer intensiver. Meine Mutter gab mir eines Tages das Buch „Aus dem Tagebuch eines Heilers“. Ich verschlang es und besuchte bei Axel Phillippi die Initiation, den Vertiefungskurs und die Reinkarnations-Therapie. In einer Sitzung erlebte ich mich als schwebende Kugel eingetaucht ins ganze Farbenspektrum des Regenbogens. Dieses Schweben jenseits von Raum und Zeit, jenseits von Körper und Verstand – reines Sein - bleibt mir unvergesslich.

Mein Interesse an den Zusammenhängen von Körper, Geist und Seele wuchs ständig. Ich wurde vertraut mit dem Heilen durch Rückverbindung (Reconnective Healing und Reconnection) bei Dr. Eric Pearl. Die heilenden Energien fingen an stärker durch mich als Kanal zu fliessen.

Hatha-Yoga und Meditation als Teile des Yoga-Weges haben mich auf dem Weg nach Innen unterstützt und ich habe gelernt, mehr im Hier und Jetzt zu sein. Nun hat auch der Klang in meinem Leben seinen festen Platz eingenommen und die Klangschalen sind eine enorme Bereicherung im Yoga-Unterricht. Die Klänge unterstützen die eigenen Prozesse, helfen beim Loslassen und bringen uns in Einklang.

In den letzten Jahren habe ich mich gegenüber meinen medialen Fähigkeiten geöffnet. Diese Begabung steht allen Menschen offen. Es braucht Vertrauen in die eigene Führung, das Loslassen der Kontrolle des Verstandes und ein tiefes Eintauchen in einen Entspannungszustand (Trance). Dann ist Heilung auf allen Ebenen möglich und es ist möglich mit der geistigen Welt in einem intensiven Austausch zu sein und die hoch schwingenden Energien auf die Erde zu bringen.

Meinen Körper schätze ich mittlerweile als sehr sensitives „Instrument“. Nach einigen Jahren mit fleischloser und später vegetarischer Kost ernähre ich mich seit 2006 rein pflanzlich (vegan). Aus meiner Erfahrung macht vegetarisches oder veganes Essen den Körper durchlässiger für die feinen Energien der geistigen Dimensionen.

Die langjährige spirituelle Suche, welche schlussendlich die Suche nach dem eigenen göttlichen Teil in mir ist, hat sich allmählich in ein Finden und Entdecken gewandelt. Daraus ist die Erkenntnis entstanden, dass es nichts zu suchen gibt, da schon alles in uns da ist. Das gibt mir tiefes Urvertrauen und Kraft, mein Leben und alle Krisen und Herausforderungen zu meistern.

Am 07.10.1969 bin ich im Zeichen Waage geboren, Aszendent Fisch. Ich bin verheiratet und habe zwei Söhne (geboren 2007 und 2009). Seit 2004 arbeite ich selbstständig als Yogalehrerin, spirituelle Lebensberaterin und Heilerin (die einzige wahre Kraft, die heilt, ist Gott).